Grünes Gold: Hopfenernte in Sandhausen

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Traditionelle Hopfenernte und Hopfenfest am 3. und 4. September – Die Gemeinde Sandhausen, der MGV und die Braumanufaktur Welde laden zum „Hopfezopfe“ ein


 

Sandhausen / Plankstadt, 31. August 2016 – „Wenn man von unten an den Ranken hochschaut, sieht man fast nur Hopfendolden und wenig Blätter“, sagt Thomas Schneider aus Sandhausen ganz begeistert. Der Hopfenkenner hegt und pflegt den „Sandhäuser Hopfen“ mit seinen Sangeskollegen vom Männergesangverein MGV. Am ersten Septemberwochenende beginnt die Hopfenernte und in Sandhausen dreht sich alles um Handwerk, Handarbeit und Tradition. Denn hier wird der Hopfen vom einzigen verbliebenen Hopfenfeld der Rhein-Neckar-Region noch von Hand geerntet. Bereits zum 12. Mal kommen ehemalige Hopfenbauern, die Mitglieder des örtlichen Gesangvereins und zahlreiche ehrenamtliche Helfer zu einem seltenen Handwerk zusammen: zum „Hopfezopfe“. Gleichzeitig findet das jährliche Hopfenfest auf dem Sandhäuser Festplatz statt. Die Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen, dabei zu sein – und gern auch beim Abzupfen der Hopfendolden zu helfen!

Welde-Chef Dr. Hans Spielmann freut sich schon drauf: „Welde braut traditionell handwerklich hergestellte Biere. Wir sind stolz darauf, dass wir als einzige Brauerei schon seit so vielen Jahren den guten Aromahopfen aus Sandhausen für unser Welde No1 nutzen dürfen. Hier kommen Handwerkskunst, Rohstoffe und Genuss aus der Region zusammen.“ Die Aromahopfen werden weltweit für die Herstellung von Bieren immer beliebter, in den USA verwenden die Brauer mittlerweile mehr Aroma- als Bitterhopfen. „Vielleicht erlebt der Aromahopfen ja in und um Sandhausen doch irgendwann eine Renaissance“, ergänzt Spielmann.

 


 

„Hopfe zopfe, Schdiel draalosse, wers net koo, solls bleiwelosse“
Genauso muss der Hopfen geerntet werden. Das wissen die vielen Mitglieder des MGV Germania 1869 am allerbesten, sind sie doch selbst Hopfenbauern gewesen. Sie kümmern sich mit großem Engagement in Sandhausen um das vier Ar kleine Hopfenfeld der Region. Viel Arbeit ist das, denn der Hopfen braucht viel Pflege. „Das feuchte Wetter dieses Jahr hat nicht gestört“, erklärt Hopfenpfleger Schneider. Man habe nicht so viel wässern müssen und die relative Wärme sei prima für das Wachstum gewesen. „Jetzt hoffen wir, dass die Dolden noch etwas wachsen und dass das Wetter auch während der Ernte mitspielt“, so Schneider weiter.

Im Rahmen des Hopfenfestes werden bei Musik, Brotzeit und WeldeBier die Hopfendolden vorsichtig von den langen Ranken abgezupft. Aber Achtung: ein kleiner Stiel muss an der Dolde bleiben! Sonst kann das feine Blütengebilde zerstört werden.
Die von Hand gezupften Hopfendolden werden bei Welde getrocknet und naturbelassen dem Bier-Sud zugefügt. Hierfür hat Welde-Braumeister Stephan Dück eigens eine Hopfen-Gondel gefertigt, die einem großen Tee-Ei ähnelt. Die Gondel wird mit den getrockneten Hopfendolden gefüllt und im Bier-Sud versenkt. Rechtzeitig zur Sandhäuser Kerwe am zweiten Oktoberwochenende soll das Bier fertig sein und nur dort vom Fass gezapft zur Verfügung stehen.
Insgesamt ergibt die Sandhäuser Hopfenernte rund 20.000 Kästen Bier, die im Handel verfügbar sind, solange der Vorrat reicht.

 


 

Hopfenernte
Die Rhein-Neckar-Region und besonders Sandhausen zählten früher wegen des vielfach sandigen Bodens zu den bedeutenden Anbaugebieten in Deutschland. Nach einer über 300-jährigen Tradition wurde 1995 in dem kleinen nordbadischen Ort die letzte „reguläre“ Hopfenernte eingefahren. Heute gedeiht Hopfen in den deutschen Anbaugebieten Hallertau, Tettnang, Elbe-Saale und Spalt.
Übrigens: würde man in allen deutschen Hopfenanbaugebieten der Hopfen noch von Hand pflücken, wären 200.000 und mehr Hopfenzupfer nötig. Ein normaler Hopfenbauer müsste 120 Hopfenzupfer einstellen, um seine meist um die 13 Hektar großen Hopfenfelder in zwanzig Tagen abzuernten. Heute schafft eine Hopfenpflückmaschine das ganze Pensum mit gerade einmal fünf Arbeitskräften in wesentlich kürzerer Zeit.
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Info

Sandhäuser Hopfenernte „Hopfezopfe“ und Hopfenfest 2016
Wo: Festplatz hinter dem Rathaus, Bahnhofstraße/Kleegartenstraße, 69207 Sandhausen
Wann:
Samstag, 3. September 2016
9 – 23 Uhr (Ernte bis 18 Uhr)
Ab 9 Uhr: Welde-Bierspezialitäten, Weine, original Sandhäuser Hausmacher Wurstspezialitäten und mehr.
Ab 11.30 Uhr: Kaffee & Kuchen und Liedvorträge des MGV Germania Sandhausen
11.30 Uhr: Feierliche Festeröffnung mit Bieranstich
Ab 18 Uhr: Livemusik
Sonntag, 4. September 2016
10 – 22 Uhr (Ernte bis alles geerntet ist)
Ab 10 Uhr: „Frühschoppen
Ab 14.30 Uhr Kaffee und Kuchen, ab 16.00 Uhr Liedvorträge des MGV Germania Sandhausen

 


Über Welde
Welde ist eine in achter Generation familiengeführte Braumanufaktur, die seit 1752 in der Metropolregion Rhein-Neckar für innovative, traditionelle und handwerkliche Braukunst steht. Die Welde-Biere werden mit nachhaltig erzeugten Rohstoffen aus der Region und nach Slow Beer Richtlinien eingebraut. Die Welde-Biervielfalt umfasst Welde No1 Premium Pils (Öko-Test „Sehr gut“), Welde Naturstoff (Bio-Bier), Welde Kurpfalz Premium Export, diverse Weizenbiere und Sportweizen (alkoholfrei), zweierlei Fassbrause auf Limonadenbasis sowie die Mixgetränke Welde Naturradler und Welde WeizenGrape (Hefeweizen Pampelmuse). Dazu komponiert Welde jährlich ein hopfenbetontes Jahrgangsbier mit edlem Aromahopfen aus aller Welt. Eine Craft Beer Edition verschiedener Stile rundet die Welde-Biervielfalt ab. Die WeldeBiere werden hauptsächlich in der charakteristischen Flasche mit dem geschwungenen Hals angeboten, der ersten Mehrweg-Individualflasche Deutschlands. Die Braumanufaktur Welde, Mitglied bei den Freien Brauern, ist durch das Exzellenz- und Bier-Gütesiegel des internationalen slowBREWING Instituts als Slow Brewery zertifiziert.

 

Ansprechpartnerin für Redaktionen und Leseranfragen
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Pressemitteilung - Traditionelle Hopfenernte in Sandhausen 2016

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Hopfezopfe Sandhausen - Fleißige Hände

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Hopfezopfe Sandhausen - Traktortransport

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