Die Sandhäuser Hopfenbauern hatten am 5. Oktober ein nicht zu übersehenes Grinsen im Gesicht. Warum? Das Bier mit ihrem Hopfen mundet und schmeckt. Die Welde Braumanufaktur habe wieder ganze Arbeit geleistet, sagten die Männer um den dienstältesten Sandhäuser Hopfenbauern Albert Burkhardt. So mussten sie sich bei der Vorstellung des Welde No1 Slow Beer Pils mit Sandhäuser Hopfen nicht selbst loben. Bei der offiziellen Vorstellung des frisch gebrauten Biers in Sandhausen war jedenfalls gewiss, dass die Voraussetzungen, wenn es ums richtige Gebräu geht, vorhanden sind: Die Kerwe kann kommen.
Bürgermeister Hakan Günes erinnerte wenige Tage vor Kerwe-Eröffnung daran, dass der Zusammenhalt in der Hopfengemeinde weiterhin wunderbar sei. Das sei nicht zuletzt beim „Hopfen zopfen“, wenn der Hopfen in einer Gemeinschaftsaktion geerntet wird, zu sehen. Traditionell helfe die ganze Gemeinde beim Fest, so wie dieses Jahr Anfang September, mit Groß und Klein, Alt wie Jung, um mit Blick auf die Kerwe sechs Wochen später den besonderen Aromahopfen vorzubereiten. Der Rathauschef lobte die Hopfenbauern, die sich um die edle Bier-Zutat auf dem letzten im Rhein-Neckar-Kreis verbliebenen Hopfenfeld ganzjährig ehrenamtlich kümmerten.
Ein Lob gab es denn auch von Welde Geschäftsführer Max Spielmann: Der Aromahopfen aus Sandhausen sei abermals von großer Güte gewesen, habe über viel Lupulin verfügt, das dem Bier seinen besonderen Geschmack verleiht. Zum 22. Mal gingen die Sandhäuser Hopfenlieferanten und die Plankstadter Brauerei eine Biersymbiose ein und hoffentlich werden noch viele weitere folgen.
Wer das besondere Grünhopfen-Pils probieren kann, ist herzlich zur anstehenden Kerwe in Sandhausen eingeladen oder darf die Augen im regionalen Getränkehandel offen halten, zu erkennen sind die Flaschen unter anderem an den grünen Hopfendolden auf dem Rückenetikett.